Sonntag, April 20, 2014
Gesundheit Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung (PKV)

Eine Mitgliedschaft in der Privaten Krankenversicherung erscheint als privilegiert und eine bessere Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung, für viele Versicherte. Eine bevorzugte und bessere Behandlung für in der PKV Versicherte scheint die Realität zu sein. Für den Sozialstaat Deutschland, ein weltweiter Vorreiter in Bezug nehmend auf die Sozialversicherung / gesetzliche Krankenversicherung stellt dies in den Augen vieler ein Armutszeugnis dar. Denn diese Entwicklung steht für die zunehmende Entwicklung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Wer es sich leisten kann und wer Zugang zur PKV hat, der hat die Möglichkeit, seine Gesundheit optimal abzusichern. Wer es sich nicht leisten kann, hat oft das Nachsehen.

Der Beitritt zur Privaten Krankenversicherung steht jedoch nicht jedem Versicherten offen. Zum einen gibt es hier gesetzliche Bestimmungen. So muss ein Angestellter drei Jahre in Folge ein Bruttogehalt von mindestens 49.950€ jährlich aufweisen, damit die PKV überhaupt in Frage kommt. Diese Beitragsbemessungsgrenze wird seit Jahren sukzessive erhöht, so dass der Zugang zur Privaten Krankenversicherung nicht wirklich einfacher wird. Doch genau dies möchte der Gesetzgeber ändern und die dreijährige Wartezeit abschaffen. So wäre es nach einmaligem Erreichen des erforderlichen Bruttoverdienstes möglich, die Mitgliedschaft bei einer PKV zu beantragen. Anders verhält es sich für freiwillig Versicherte, wie Selbständige, Freiberufler, Unternehmer. Sie sind keiner Beitragsbemessungsgrenze unterworfen und können – unter Einhaltung der Kündigungsfristen bei ihrer aktuellen Krankenversicherung – eine Mitgliedschaft bei der privaten Krankenversicherung beantragen.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung haben die privaten Krankenkassen die Möglichkeit es abzulehnen, einen Antragssteller zu versichern. Denn die privaten Kassen müssen mit den Mitgliedsbeiträgen, die ihnen zur Verfügung stehen, gut haushalten. Und so wägen sie ab, ob mit dem versichern des Antragssteller ein Kostenrisiko verbunden ist. So gibt es Kriterien, bei denen sie Antragssteller ablehnen, Zusatzbeiträge verlangen oder bestimmte Vorerkrankungen von ihrem Leistungskatalog ausschließen. Hat der Antragssteller ein bestimmtes Alter erreicht und/oder eine schwerwiegende Vorerkrankung, so muss er damit rechnen, bei keinem privaten Versicherer aufgenommen zu werden. Krankheiten wie beispielsweise Adipositas oder ein Rückenleiden können zur Folge haben, dass der Versicherer einen erhöhten Mitgliedsbeitrag verlangt oder dass die Kosten bestimmter einschlägiger Erkrankungen nicht übernommen werden.

Doch warum ist es für Versicherte so attraktiv, in der Privaten Krankenversicherung Mitglied zu sein? Zum einen ist hier der finanzielle Aspekt zu erwähnen. Liegt man als Angestellter oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, ist man jung und gesund, so sind die Beiträge bei der PKV in aller Regel erheblich niedriger als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Während sich die Beiträge bei dieser bis zur genannten Grenze prozentual am Einkommen orientieren, bleiben sie bei der Privaten Krankenversicherung gleich hoch und somit auch kalkulierbar. Für Selbständige ist dies ein wichtiger Aspekt, denn gerade für Existenzgründer mit einem noch überschaubaren Einkommen kann dies mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen.

Doch die Kostenersparnis tritt nicht in jedem Falle ein. Gerade wenn Frau und Kinder ebenfalls krankenversichert werden sollen muss genau durchgerechnet werden – denn in der PKV muss für jedes Familienmitglied eine extra Versicherung abgeschlossen werden, während Familienangehörige in der GKV mitversichert sind bzw. nur ein geringer Aufpreis fällig wird (je nach Lebenssituation). Ein weiteres Entscheidungskriterium für die Private Krankenversicherung sind die Leistungen.

Privat Versicherte werden in vielen Situationen – beim Arzt und im Krankenhaus – besser behandelt. Kein Umstand, den man den behandelten Ärzten zum Vorwurf machen kann. Denn sie erhalten für einen privat Versicherten mehr Geld als bei einem gesetzlich Versicherten. Und nicht wenige Ärzte und Kliniken sind auf privat Krankenversicherte angewiesen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. So erhält der privat Versicherte oftmals eher einen Termin, und manchmal auch eine bessere Behandlung. Denn viele Anbieter für Private Krankenversicherung haben einen erweiterten Leistungskatalog, gerade im direkten Vergleich zur Gesetzlichen Krankenversicherung.

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