Die Ausbildung ist abgeschlossen, und der erste Vollzeitjob im erlernten Beruf geht damit einher, dass das Elternhaus verlassen und die erste eigene Wohnung bezogen wird. Doch längst sind Miete und eine Wohnungseinrichtung nicht die einzigen Kosten, die in dieser Lebenssituation aufkommen. Die Eigenständigkeit und Ablösung vom Elternhaus geht auch damit einher, dass man nicht mehr bei den Eltern mitversichert ist, sondern auch hier selbst verantwortlich ist, sich selbst versichern muss.
Gerade im Zusammenhang mit der neuen Wohnung gibt es eine wichtige Versicherung: Die Hausratversicherung. Bei einem Wasserschaden durch eine defekte Waschmaschine übernimmt die Hausrat die Kosten am beschädigten Mobiliar / Hausrat, für die Wiederbeschaffung bzw. die Reparatur. Weitere grundlegende und wichtige Versicherungen sind die private Haftpflichtversicherung, und die Rechtschutzversicherung. Erste gilt für Schadensersatzansprüche Dritter aus dem privaten Bereich, letztere schützt vor hohen Kosten bei einem Rechtsstreit – hier sollte darauf geachtet werden, dass auch Mietrecht / Vertragsrecht mit eingeschlossen sind.
Kaum ein Berufsanfänger ist sich der Notwendigkeit, für das Alter vorzusorgen, bewusst. Doch es gilt der Grundsatz: Umso eher man mit der privaten Altersvorsorge beginnt, desto günstiger ist diese, desto niedriger sind die monatlichen Belastungen. Und gerade die heutigen Arbeitnehmer haben nicht viel von der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten. Viele Arbeitgeber bieten die betriebliche Altersvorsorge an, eine Option, die man auf jeden Fall nutzen möchte. Darüber hinaus empfiehlt sich das Abschließen einer weiteren Vorsorgemaßnahme, beispielsweise mittels der staatlich geförderten Riester-Rente.
In aller Regel stellt sich bei jungen Arbeitnehmern nicht die Frage, ob private oder gesetzliche Krankenversicherung – sie sind in der GKV pflichtversichert, da die Beitragsbemessungsgrenze meist nicht erreicht wird. Hier gilt es zum einen, eine optimale Krankenkasse zu wählen, die Angebote zu vergleichen. Und eine gesetzliche Krankenkasse zu wählen, die möglichst keine / niedrige Zusatzbeiträge erhebt, und bei der auch die gewünschten Leistungen inkludiert sind. Darüber hinaus kann man die Leistungen der GKV aufstocken, mittels einer Krankenzusatzversicherung. Diese beziehen sich auf einen Bereich, können aber auch als Paket abgeschlossen werden. Der Krankenhausaufenthalt oder der Zahnersatz sind hier als wichtige Themen zu benennen. Wenn es darum geht die Gesundheit zu versichern, sollte vor allem auch die Erwerbsfähigkeit versichert werden. Denn im Falle einer Erwerbsunfähigkeit, egal ob diese durch einen Unfall oder eine Krankheit zustande kommt, sind die gesetzlichen Leistungen eher dürftig. So gehört eine Berufsunfähigkeitsversicherung nach Expertenmeinung zur wichtigsten Versicherungsart für Arbeitnehmer wie auch Selbständige.
Ob Bedarf an weiteren Versicherungsarten besteht, dies ist von der individuellen Situation abhängig. Wer ein Auto fährt, der benötigt natürlich auch eine Autoversicherung. Hundehalter sollten nicht auf eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung verzichten. Für den Urlaub im Ausland empfiehlt sich – vor allem außerhalb der EU – eine Auslandskrankenversicherung. Unabhängig davon, welcher individueller Versicherungsschutz notwendig ist: Das Vergleichen der Angebote im Internet ist empfehlenswert, um die Versicherungskosten möglichst gering zu halten.
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