Eine Studie hat es belegt: Kein Beruf ist unbeliebter als der des Versicherungsvertreters. Rund die Hälfte der Deutschen können sich nicht vorstellen, Versicherungen zu verkaufen und verbinden mit diesem Berufsbild vorwiegend Negatives.
Klinken putzen, Aufquatschen, übers Ohr hauen, Erfolgsdruck – dies sind Begriffe, mit denen der Beruf des Versicherungsvertreters verbunden wird. Und die eben diesen unattraktiv machen. Dies geht sogar so weit, dass ein erheblicher Teil der Deutschen sogar ihren Kindern davon abraten würde, diesen Beruf zu erlernen. Interessant auch, dass sogar Politiker, Reinigungskraft oder Landwirt beliebtere Berufsbilder sind.
Dabei hat sich in den letzten Jahren einiges getan, das dazu führen soll, das Verkaufen von Versicherungen und Finanzprodukten auf eine seriöse Ebene zu stellen. So kann nicht jeder Versicherungen und Finanzprodukte verkaufen, eine entsprechende Qualifizierung sowie Registrierung ist hierfür erforderlich. Dies soll ein Mindeststandard bei der Beratung der Kunden garantieren, und vor „windigen Versicherungsvertretern“ schützen. Die aktuelle Umfrage über die Beliebtheit kommt vielleicht auch von negativen Erfahrungen in der Vergangenheit, denn der Beruf des Versicherungsvertreter ist eigentlich grundsolide – und bei der hohen Nachfrage der Deutschen die Versicherungen betreffend sollte dieser Beruf eigentlich als solide und seriös eingeschätzt werden.
Wobei natürlich auch Versicherungsvertreter mit veränderter Marktlage zu kämpfen haben: Das verstärkte Vergleichen und Abschließen von Versicherungen über das Internet und die geringere Kaufkraft der Verbraucher führen zu einem geringeren Umsatz und damit verbunden niedrigeren Provisionen.
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