Ein Instrument für die private Altersvorsorge ist die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt. Sie ist das Pendant zur Riester-Rente. Während sich die Riester-Rente primär an Arbeitnehmer richtet, eignet sich die Rürup-Rente vor allem für Selbständige.
Ob die Rürup-Rente im individuellen Fall die richtige Wahl ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von der aktuellen beruflichen Situation (Arbeitnehmer / Selbständig / Einkommen), aber vor allem auch von den Ansprüchen, die man an seine private Altersvorsorge stellt (Flexibilität, Sicherheit, Rendite). Kommt die Rürup-Rente für die zusätzliche oder primäre Altersvorsorge in Frage, so ist der nächste Schritt das Einholen von Angeboten mehrerer Versicherer. Denn die verschiedenen Produkte – und es gibt zahlreiche auf dem deutschen Markt – unterscheiden sich nicht unwesentlich. Und nur das Vergleichen mehrere Anbieter auf dem Markt ermöglicht es, sich ein Bild von den Angeboten und Konditionen zu machen – und das individuell passendste Angebot herauszufiltern.
Der berufliche Status ist ausschlaggebend dafür, welche Variante die passende ist. Für Arbeitnehmer – gerade wenn sie Familie haben – hat die Riester-Rente verschiedene Vorteile, die dieses Instrument für Private Altersvorsorge attraktiv machen: Staatliche Zulagen, steuerliche Abzugsfähigkeit, Flexibilität bei Einzahlung und Auszahlung. Doch Selbständige können von diesen Fördermöglichkeiten nicht profitieren – so hat der Gesetzgeber das Instrument Rürup-Rente entwickelt. Zwar kann der Versicherte hier nicht von staatlichen Zulagen profitieren, doch auch diese Form der privaten Altersvorsorge punktet mit steuerlichen Abzugsfähigkeit – und einer lebenslangen Rentenleistung. So ist die Rürup-Rente nicht nur für Selbständige und Freiberufler geeignet, sondern auch für besserverdienende Angestellte mit einer hohen Steuerbelastung. Diese kann mit Investitionen in die Private Altersvorsorge mittels der Rürup-Rente vermindert werden.
Die Versicherer bieten in der Regel zwei Varianten der Rürup-Rente an: eine sicherheitsorientierte, und eine renditeorientierte. Bei der sicherheitsorientierten Variante wird eine geringe Garantieverzinsung zugesagt. Die Sicherheit dieser privaten Altersvorsorge ist besonders hoch, die Rendite in der Regel jedoch nicht so sehr. Diese Rürup-Rente stellt jedoch auf jeden Fall eine solide Basis für die private Vorsorge fürs Alter dar. Die renditeorientierte Variante (auch fondsgebundene Rürup-Rente) setzt eine höhere Risikobereitschaft voraus, belohnt diese im Idealfall mit mehr Erträgen.
Für alle Angebote gilt: Seit 2010 müssen alle Rürup-Renten-Produkte zerfitiziert sein – nur dann dürfen sie sich als Rürup-Rente bezeichnen. Dies gewährleistet die steuerliche Abzugsfähigkeit, dass das Produkt beim Finanzamt auch anerkannt wird.
Ein wichtiger Punkt bei der Rürup-Rente ist die Möglichkeit, die Steuerlast zu vermindern. Im Jahre 2010 können 70% der eingezahlten Beträge in die Rürup-Rente steuerlich geltend gemacht werden – in Form von Sonderausgaben. Jährlich steigt die Möglichkeit dieser Abzugsfähigkeit um 2% an, so dass im Jahre 2025 die vollen 100% der Einzahlungen abzugsfähig sind. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass man warten sollte mit dem Abschluss einer Rürup-Rente: denn gleichzeitig steigt der Anteil der zu versteuernden Rentenleistungen an.
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